Grenada
Diese Seite wurde maschinell übersetzt. Original lesen (Nederlands)
Weil wir wegen der Lage in Venezuela nicht in einem Rutsch von Suriname nach Bonaire segeln wollten, hatte ich mich für einen Boxenstopp in Grenada entschieden, um dort mal zu schauen, wie es so läuft. Hin mussten wir jetzt sowieso, denn Abbie sollte hier am Donnerstag, dem 9., ankommen. Eigentlich wollte er schon ab Paramaribo mitsegeln, aber wegen einer medizinischen Entwicklung konnte er erst nicht und dann doch wieder. Da wir erst am 5. losgekommen waren, mussten wir uns sogar ein bisschen ranhalten. Am Ende lagen wir wunderbar pünktlich um 9 Uhr morgens in der Prickly Bay vor Anker, danach ging’s zum Einklarieren. Vom Beamten der Einwanderungsbehörde bekam ich gleich einen Rüffel: „I did not say you could sit down…“ – damit war der Ton auch schon gesetzt.
Wir saßen gerade erst an unserem ersten Bier im Yachtclub, da stand Abbie schon vor uns, mit einer sehr ordentlichen kleinen Tasche. Nach einem mäßigen Fisch und ganz passablem sonstigen Essen ging es für Abbie zum ersten Mal mit dem Dinghy zum Boot. Das ist für Besuch immer eine ziemliche Umstellung, man muss da erst ein gewisses Geschick entwickeln. Leider stellte sich an Bord heraus, dass Abbie irgendwo sein Notizbuch liegen gelassen hatte, vermutlich bei einem der beiden Zwischenstopps. Hoppla.

Am nächsten Tag fuhren Abbie und ich mit dem Sammelbus für 20 XCD (Ostkaribische Dollar), also etwa 7 €, zum Supermarkt. Ein schneller Crashkurs im Leben der Seglergemeinschaft und der Einheimischen. Die meisten Boote hier liegen schon seit Juni da, um der Hurrikansaison aus dem Weg zu gehen, und sind noch nicht wieder unterwegs. Viele Amerikaner und Kanadier, gemischt mit ein paar Briten. Die können von hier aus bequem nach Hause und wieder zurück fliegen. Man ist den ganzen Vormittag beschäftigt für zwei Tüten Einkäufe. Abbie wollte nämlich gern das ganze Kochen übernehmen, weil er beim Segeln selbst nicht so viel machen kann. Groß war die Enttäuschung, als ich viele Vorschläge für ein schönes Essen abschmettern musste. Risotto zum Beispiel braucht eine Dreiviertelstunde Strom, und außerdem will man auch nicht so lange in einer heißen Pantry stehen.
Um 1 Uhr waren wir auf der Eendracht willkommen; Ferry von der Mana kannte dort jemanden in der Organisation und hatte das eingefädelt. Die Eendracht ist rund 8 Monate mit 45 deutschen Schülern und Lehrern unterwegs, genau wie die Alexander von Humboldt, die wir in Suriname gesehen hatten. Wir bekamen eine nette kurze Führung und einen Einblick ins Leben an Bord. Am Abend sind wir mit Carla und Ferry zur örtlichen Brauerei spaziert, wo wir richtig gutes Bier und einen hervorragenden Burger hatten. Angenehme Preise auch: 3,50 € für ein großes Craft-Bier ist für die Karibik sehr günstig. Und für die Niederlande übrigens auch!
Samstag war Arbeits- und gleichzeitig Erholungstag. Ich habe die Toilette wieder festgeschraubt, die sich unterwegs gelockert hatte. Hoffentlich war das jetzt erst mal das Letzte, was damit nicht stimmt. Außerdem habe ich den Watt&Sea repariert, bei dem das Stromkabel, das ich zu Hause ausgetauscht hatte, nicht hundertprozentig wasserdicht angeschlossen war. Mit jetzt drei Lagen Isoliermaterial sollte das halten.
Carla und Ferry kamen auf einen Sundowner vorbei und brachten meine geflickte Hose zurück. Ich hatte mich in Suriname auf den Dinghysteg gesetzt, um ins Beiboot zu steigen, und dabei hatte meine schöne lange Hose einen ordentlichen Winkelriss abbekommen. Da ich ihnen geholfen hatte, ihren AIS-Empfang und das Senden zu verbessern, konnte ich das schon mal fragen. Carla hatte zum Spaß ein buntes Blümchen innen aufgebügelt, aber der Stoff ist ziemlich durchsichtig, also habe ich jetzt auch außen ein Blümchen! Abbie hat danach lecker gekocht, und schon war der Tag wieder vorbei.
Am Sonntag sind wir zu fünft einmal um die Insel gefahren. Mit einem Tourguide wäre das ziemlich teuer gewesen, und aus den Beschreibungen auf den Websites ging eigentlich klar hervor, wo man vorbeimuss. Hoch in die Berge für die Aussicht und einen Wasserfall, danach zu einer Plantage, auf der Kakao, Muskatnuss und andere Gewürze angebaut werden. Der Kakao wird dort direkt zu Schokolade verarbeitet. Ein witziger Guide mit einer sehr eigenen Stimme hat alles erklärt. Danach gab’s ein prima Mittagessen im dazugehörigen Restaurant. Das hatte ich schon auf der Website gelesen, und es war auch gut so, dass wir dort gegessen haben, denn sonntags ist auf der ganzen Insel ziemlich tote Hose, und im Nordosten sind Lokale, in denen man auf einem Stuhl sitzen kann, recht dünn gesät. Über die Küste ging es zurück. Es ist eine sehr schöne, grüne Insel. Was die Straßen angeht, ist sie ungefähr auf dem Niveau von Suriname, nur sind die Leute deutlich weniger freundlich. Unterwegs begegneten uns diverse Menschen mit ausgesprochen mürrischer Ausstrahlung. Genauso im kleinen Restaurant, wo wir herrlich am Strand mit Blick über die Bucht saßen. Das Essen war okay, aber die Bedienung hätte glatt als Holländer durchgehen können. Ruppig. Schade…


Am nächsten Tag noch schnell ein letzter Einkauf und dann ausklariert. Die Laune der beiden Beamten war wieder nicht gerade blendend.
Jetzt sind wir unterwegs nach Bonaire, mit einem ordentlichen Umweg, um nicht dicht an Venezuela vorbeizusegeln. Letzte Nacht hatten wir ein paar Stunden lang schwache Echos auf dem Radar, mit ungefähr passender Geschwindigkeit. Vielleicht irgendeine Marine? Ansonsten ziemlich viele Frachter und Tanker, wir sind also nicht allein.

Kommentare