Hurra, einer hat Geburtstag!
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Laut Kalender ist heute Freitag. Und da wir am Dienstag losgefahren sind, ist das also schon der vierte Tag auf See. Die Tage reihen sich aneinander. Du gehst nachts vier Stunden Wache, und die ganze restliche Zeit schläfst du, oder versuchst es zumindest. Selbst wenn du um 8 Uhr morgens von der Wache kommst, kapierst du spätestens am zweiten Morgen, dass es klüger ist, dich noch ein bisschen hinzulegen.

Nach drei Nächten haben sich alle gut an das Wachegehen gewöhnt und haben auch die Navigations- und Radargeräte im Griff. Auf dem offenen Ozean hat jedes anständige Schiff einen AIS-Sender und -Empfänger. Wir haben einen Alarm eingestellt, der uns warnt, wenn ein Schiff innerhalb der nächsten halben Stunde näher als eine Meile an uns vorbeikommt. Zusätzlich läuft das Radar, damit wir auch sehen, wenn etwas ohne AIS in der Nähe ist.
Hier mitten auf dem Atlantik ist das eigentlich überflüssig, kleine Fischerboote gibt es hier nicht, und wir halten vorsichtshalber mindestens 100 Meilen Abstand zur afrikanischen Küste.
Heute hat KJ Geburtstag, also haben wir, als er um 8 Uhr heute Morgen in die Koje ging, das Boot mit Fähnchen geschmückt und einen Gugelhupf gebacken. Ein paar kleine Geschenke dazu, und der Geburtstag ist perfekt!

Ach ja, und falls ihr jetzt dachtet, alles ist perfekt: Leider ist der Wassermacher schon wieder im Eimer. Am ersten Tag waren wir so schnell unterwegs, dass der Einlass des Tanks, an den er seit Lissabon angeschlossen ist, die ganze Zeit über Wasser lag, und dann hat die Pumpe den Tank leergesaugt. Aber ganz unten lag noch Schlick aus dem Wattenmeer, und das verträgt er nicht. Ich habe schon Kontakt mit dem Hersteller aufgenommen. Hoffentlich bekommen wir die Ersatzteile noch schnell organisiert…
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