Erster Tag und erste Nacht auf See
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Erster Tag und Nacht auf offner See, der Wind hebt uns empor, und wir sagen: ade! Neun Knoten singen leis am Bug entlang, das Land verschwindet, und der Horizont wird lang.
Wellen rauschen, weiße Kronen tanzen, Seekrankheit stand noch fern, ganz ohne Chancen. Doch bei der Tortilla, warm und fein, musst’ ich auf einmal doch ganz schnell nach draußen sein.
Ich starrte ins Dunkel, fest die Linie im Blick, der Horizont half — und langsam kam mein Magen zurück. Später schmeckte alles doppelt gut, die See gab mir zurück den alten Mut.
Um acht begann ganz still die erste Wacht, gut gelernt, worauf man achtet in der Nacht: Kurs und Wind, ein Schiff, das näher kommt — die andern schliefen sanft, ich hielt die Front.
Die Wellen flüsterten, Musik ganz sacht, als plötzlich ein Alarm die Stille brach in jener Nacht. Kees war gleich wach — die Fähre zog ihre Bahn und schaute freundlich an unserm Schiffchen vorbei, als wär nichts dran.
Vier Stunden flogen wie ein Seufzer vorbei, dann rollt’ ich in mein warmes Bett — und es rollte mich dabei. Rollend schlief ich ein, rollend wacht’ ich auf, der Morgen schmeckte sauer, so schön er war — ich nahm’s in Kauf.
Ein Pflaster half, wo Joghurt versagte, die See, die wiegte, der Magen, der klagte. Doch mittags: Sonne, Musik und ein Brot, von Kees gebacken — warm und groß, und kein Magen mehr in Not.
Thunfischsalat, Wassergebraus, die Sonne, das Meer, dies kleine Haus, und zwei fantastische Männer neben mir an Deck… Was bin ich doch für ein Glückspilz, echt.
/Tanneke
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