Der große Aufbruch

· 2025

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So, endlich mal eine halbe Stunde Zeit, um einen kleinen Beitrag zu posten. Die letzten Monate waren ziemlich hektisch, weil wir am Boot gearbeitet haben, erst bei KM in Makkum und die letzten 3 Wochen zu Hause. Die Zeit ist nur so verflogen. Selbstständige Handwerker koordinieren, schieben und ziehen. Malern erklären, welche Farbe etwas hat. Ankerkette laden. Die komplette Einrichtung wieder an Bord bringen – Polster, Matratzen, Kram, alles außer dem Werkzeug lag bei uns im Haus.

DHL, TNG und UPS haben Überstunden geschoben, meistens mit mehreren Lieferungen am Tag. Ersetzen, umbauen, aufrüsten.

Das Endergebnis, auch wenn man es vor lauter Chaos noch kaum sieht, wird sich sehen lassen können. Wir haben jetzt eine Klimaanlage in der Vorschiffskabine (für Häfen in den Tropen). Einen Elektroherd, also kein Gas mehr an Bord. Einen Wassermacher, vor allem für den Pazifik, wo man schwerer an sauberes Wasser kommt als an Diesel. Für die Technikfans: eine 24-V-Frigomar, die zwischen 200 und 700 W zieht, sodass wir es auch mal eine Nacht lang über die Batterien kühl haben können. Einen GN Espace OceanChef, dieselbe Marke, die wir schon hatten. Einen zusätzlichen Mastervolt Chargemaster 3000, der den vorhandenen Mastervolt-Mass-Sine-Wechselrichter auf die für den Herd nötigen 5 kW ergänzt. Und einen Schenker Zen 50, der dank Druckrückgewinnung auch recht sparsam mit Strom umgeht. Außerdem eine neue Edelstahl-Ankerkette (120 m), und der Anstrich wurde aufgefrischt, unter anderem mit neuem Antirutschbelag auf dem Deck. So gut wie alle Leinen sind ersetzt.

Und was haben wir jetzt vor? Die Planung steht bis einschließlich Japan Mitte nächsten Jahres. Dieses Jahr sieht die Route so aus:

  • Harlingen - Lissabon, Juli bis 18. August. Sohn Arnold segelt ein paar Wochen mit, Tochter Ella die ganze Strecke.
  • Lissabon - Madeira, vom 8. bis 18. Oktober segeln mein alter Freund Koen und seine Frau Saskia mit. Auf dieser Strecke steht so gut wie immer Wind, und dann auch noch aus der richtigen Richtung. Hoffentlich nicht zu viel, denn für Saskia ist es das erste Mal, dass sie so lange auf See ist.
  • Madeira - Kanarische Inseln. Auf diesem Stück ist Arnold wieder mit dabei. Wir landen auf Teneriffa.
  • Teneriffa - Kap Verde. Wieder alte Freunde: Kommer-Jan und Tanneke fliegen am 14. November nach Teneriffa. Dann haben wir ein bisschen Zeit, um für die Überfahrt einzukaufen und die Bordapotheke auf den neuesten Stand zu bringen (Tanneke ist Hausärztin).
  • Kap Verde - Suriname. Sietse, der Sohn von Kommer-Jan und Tanneke, fliegt am 27. November nach São Vicente (Mindelo), und ein paar Tage später kommt das letzte Crewmitglied an Bord, Mark Owens. Mark arbeitet für B&G und will gern mal sehen, wie wir ihre Geräte nutzen, und so kann ich mich auch mal dafür revanchieren, dass sie uns so viel Ausrüstung zur Verfügung gestellt haben.
  • Um den 10.-12. Dezember herum hoffen wir, in Suriname anzukommen. Marion und die Kinder kommen eine Woche später; Arnold und Ella fliegen Anfang Januar wieder nach Hause, und Marion hat noch kein Rückflugticket.

2026 geht es straff weiter:

  • Suriname - Bonaire, auf jeden Fall mit meinem Neffen Abbie. Abbie taucht gern; eine Flasche von ihm haben wir schon an Bord. Auf Bonaire können wir dann wunderbar tauchen (lernen).
  • Bonaire - Curaçao - Aruba. Auf Curaçao ein paar Freunde besuchen (da waren wir noch nie) und natürlich Aruba, wo wir nach Corona so herzlich aufgenommen wurden und neue Freunde gefunden haben.
  • Aruba - Panama. Der Plan ist im Moment, das Ende März/Anfang April zu machen. Crew sind Sander Alberda und vielleicht Maarten Vrakking – beide hier aus Harlingen und Umgebung.
  • Panamakanal. Crew: Marion, Arnold und Rudolf Onnes.
  • Panama - Hawaii. Crew: Arnold und Rudolf.
  • Hawaii - Japan. Crew: Eeuwe.

Jetzt sind wir fast startklar; nur noch ein paar kleine Last-Minute-Probleme lösen. Der Einlass der Klimaanlage hat etwas Wasser durchgelassen, in der Bilge stand plötzlich altes Hydrauliköl, und der Seegrasfilter vom Wasserballast ist gerissen.

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