Wieder auf zu den Azoren

· Azoren, 2023

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Marion hat dieses Jahr mit dem Umbau der Kirche alle Hände voll zu tun, also mache ich mich dieses Jahr wieder auf die alte Art auf den Weg: erst mal mit Crew. Damit die Seebeine nicht einrosten, und weil es ein wunderschönes Fleckchen auf diesem Erdball ist, geht es wieder zu den Azoren.

Dorthin sind wir zum ersten Mal 2015 gesegelt. Damals mit einer ganzen Reihe wechselnder Crews. Erst Gerard und Hanneke bis Lissabon. Danach Dinand und Edith bis Lagos. Marc und Martine zusammen mit Miguel nach Madeira. Auf Madeira war Miguel zu Hause, und Marion und Ella kamen dazu. Von dort ging es zu den Azoren. Da gingen Marc und Martine wieder von Bord, aber mit demselben Flug kamen Arnold und Marleen. Für die Rückreise sind dann Marion und Ella wieder ausgestiegen, und Koen und KJ kamen, um Arnold und mir Gesellschaft zu leisten. Puh!

Diesmal machen wir es etwas einfacher. Am Donnerstag lege ich mit (wieder) Gerard und Peter vd Klei ab, um nonstop zu den Azoren zu segeln. Was beim letzten Mal noch ein großes Abenteuer war, ist jetzt deutlich weniger aufregend. Dort angekommen fliegen die beiden wieder nach Hause, und vielleicht schneien dann noch andere Freunde kurz vorbei. Wenn die Ferien angefangen haben, kommen die Kinder mit Marion.

Da das Boot nicht frisch von der Werft kommt, ist die Arbeitsliste ziemlich überschaubar. Der größte Punkt ist der Austausch des defekten Sensors der Ankerwinsch. Die Winsch funktioniert dann zwar noch, aber auf keinem Display steht, wie viele Meter Kette schon draußen sind. Das geht natürlich auch anders (im Kopf mitzählen oder bunte Markierungen auf die Kette malen), und auf den Azoren ist Ankern ohnehin nicht so wirklich ein Thema – das sind Vulkane, also ist es 200 m vor der Küste auch schon 200 m tief… Trotzdem lieber ein neuer. Leider war der bisherige Sensor nicht ab Lager lieferbar. In Großbritannien schon, aber die dürfen dieses Teil wegen der Preispolitik des Herstellers nicht in die Niederlande liefern. Ich habe Lewmar so langsam echt satt. Dann eben ein Sensor von einer anderen Marke. Der Ersatzsensor funktionierte nach etwas Gefummel, und wenn heute Nachmittag die Dichtmasse ein bisschen angetrocknet ist, kann alles wieder zusammengebaut werden.

Morgen Nachmittag kommt Gerard schon an Bord, und dann haben wir dreieinhalb Tage, um Proviant zu bunkern und die letzten Kleinigkeiten von der Arbeitsliste abzuhaken.

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