Bonaire im Lockdown
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Bis Ende April war Bonaire wegen Corona im Lockdown. Auch allein ließ es sich im Lockdown prima aushalten, mit sozialen Kontakten zu Uli (Baradal) sowie Astrid und Stefan (Intrepid Bear) aus Deutschland an dem einen Tag und Robbert und Luuke (8) sowie Jeanette und Jeroen (Fidelis) am anderen. Später kamen dann noch Kitty und Marco (Liquid Spirit) dazu. Eigentlich durfte man, glaube ich, nur eine Person empfangen, aber es könnte sein, dass hier und da ein Auge zugedrückt wurde, und zwar von mir. Inzwischen wurde so ziemlich jeder geimpft – wenn man sich länger auf Bonaire aufhielt, war das möglich. Gutes Essen konnten wir in den Supermärkten holen, die ganz normal geöffnet hatten. Frischen Fisch bekam man bei den Fischern nur schwer, die haben alles schon dem Zwischenhändler (und später den Restaurants) versprochen, aber bei van den Tweel lag wunderbarer frischer Thunfisch.

Gegen Ende des Lockdowns, als so ziemlich jeder geimpft war, gab es an meinem Geburtstag einen vollen Tag. Schon um Viertel vor acht klopfte es: Marion hatte die Tochter einer Freundin aus Harlingen für ein Überraschungsfrühstück eingespannt. Schnell von Uli mit dem Dinghy rübergebracht, hatten wir zu dritt ein gemütliches Frühstück!


Allerdings saß so jeder in seiner eigenen „Blase“. Nach dem Ende des Lockdowns sprach ich plötzlich auch mit dem Nachbarn Wolfgang (Hubbert), der seine eigene Blase hatte, und mit Cynthia van Hest und noch vielen anderen Seglern. Diverse Autopiloten, Funkgeräte und NMEA-Netzwerke wurden repariert, oder es gab Ratschläge zu allem, was mit Drähtchen zu tun hat. Robbert hat enorm bei der Reparatur des Großsegels geholfen; das Kopfbrett ist mit Gurtbändern befestigt, und die waren gerissen oder die Naht hatte sich gelöst.
Vor allem mit Uli war ich viel unterwegs: täglich ein kleiner Plausch, und wir teilten uns auch ein Mietauto, das jede Woche gewechselt wurde und mit dem wir diverse Erkundungstouren über die Insel gemacht haben. Unten ein paar Bilder von einem Ausflug in den Nationalpark im Norden.





Unterdessen nahmen die gemütlichen Abende mit Fidelis und 8 größere Ausmaße an. Auf Drängen der Beteiligten werde ich hier keine Fotos davon zeigen! Außerdem waren wir mehrmals mit den verschiedenen Booten segeln. Viele Segler wurden Mitglied im örtlichen Segelclub und segelten mit der Sunfish direkt um das Boot herum. Leider war das ein etwas zu kleines Bötchen für meinen unhandlich großen Körper, also habe ich mir das Ganze nur aus der Ferne angeschaut.
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