Arnold auf Aruba
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Während Arnold am Montag im Flieger nach Aruba saß, verkündete Mark Rutte einen strengen Lockdown für die ganzen Niederlande, und von Auslandsreisen wurde ab sofort dringend abgeraten. Arnold hatte bei der Wahl des Datums also ein verdammt glückliches Händchen!
Abends haben wir gleich mal das bessere Karibikgefühl ausprobiert und im Bugaloe gegessen, einer Bar am Palm Beach, die auf einem kleinen Steg mitten im Ozean steht. Umgeben von gigantischen Hochhaushotels (ganz praktisch: Auf den Verkehrsschildern steht auch einfach “High rise Hotels”) voller Amerikaner, ergatterten wir den letzten Tisch für Leute ohne Reservierung. Ein Eimer mit ganz kleinen Bierchen und Eis, die arubanische Art, in der tropischen Hitze kaltes Bier zu trinken, schmeckte nach einer langen Reise ziemlich gut.

Am nächsten Tag montierten Rishi und Pepe blitzschnell die mitgebrachte Bugrolle für den Anker, und noch vor 12 Uhr dümpelten wir schon vor Anker. Herrliches Wetter – ein Boot gehört nun mal ins Wasser.
Weil ich beschlossen hatte, an der Elektronik doch noch ein paar Updates vorzunehmen – das UKW-Funkgerät von 2005 pfiff aus dem letzten Loch, und der neue GPS-Kompass war nicht so, wie er sein sollte –, mussten wir noch auf ein paar Päckchen warten und blieben noch ein paar Tage bei Varadero Aruba liegen. Judith von der Werft war eine große Hilfe, und dank ihr wurden die Päckchen in etwa 2 Tagen durch den Zoll gelotst, ohne dass wir Einfuhrzoll oder Steuern zahlen mussten. Super Service! Allerdings ist es hier wahnsinnig heiß, wenn du drinnen lauter Kästchen montieren musst…

Noch besser wurde es, als wir hörten, dass die Merrimac und die Pitou (ein anderes niederländisches Segelboot hier) zur Jahresabschlussfeier der Werft eingeladen waren. Und das, nachdem wir uns am Freitag davor bei den Mitarbeitern für den hervorragenden Service der letzten Monate bedankt, ein paar Kisten Bier und Snacks hingestellt und alles zusammen mit ihnen vernichtet hatten.
Gestern ging es also zum Riff bei der Spaanse Lagoen, wo wir den ganzen Tag mit Häppchen und Getränken versorgt wurden. Alle mussten lachen, weil wir mit dem großen Boot statt mit dem Dinghy kamen, aber so mussten wir hinterher nicht im Dunkeln 3 Meilen über unbekanntes Wasser zurückmotoren. Die Arubaner wissen jedenfalls ganz genau, wie man eine Party schmeißt, das merken wir! Super gesellig, und mein “Hände-und-Füße-Spanisch” umfasst jetzt schon mindestens 20 Wörter. Herrlich, mitsamt Stuhl im Meer zu sitzen, 3 Meter vor dem letzten Korallenriff. Alles ziemlich besonders und sehr nette Gesellschaft.

Überhaupt kann ich Varadero Aruba nur empfehlen: Sie haben alles so gemacht wie versprochen, und das zu einem sehr fairen Preis. Material ist allerdings teuer und/oder schwer zu bekommen, weil alles in kleinen Mengen importiert werden muss und deshalb mehr Transportkosten und Steuern anfallen. Aber wenn du das Antifouling selbst machst, bist du für die Farbe ungefähr denselben Betrag los. Ich finde es außerdem eine anständige Art, die Wirtschaft dieser Insel zu unterstützen, was dieses Jahr besonders gut passte, weil so wenige Touristen da waren. Die Boote werden mit einem Roodberg-Trailer rausgeholt und wieder reingelassen, sehr sicher. Sie werden sehr gut abgestützt und auf Wunsch auch gleich mit Sturmblöcken versehen – große Betonblöcke von 1 Kubikmeter, die dein Boot noch fester an seinem Platz halten. Bei uns wollten sie das machen, falls schlechtes Wetter aufzieht, aber das war dann nicht nötig. Werftchef Rishi kommuniziert klar. Wir hatten schnell einen guten Draht zueinander, und er hat sich gut um uns gekümmert. Er hat selbst technischen Verstand und wusste schnell die richtigen Leute einzuspannen und die übrigen nötigen Arbeiten am Laufen zu halten. Herrlich, so muss das sein. Merci Rishi, und danke auch an alle Jungs, die mitgeholfen haben. Gute Arbeit! Auch Geschäftsleitung, Verwaltung und die Apartment-Manager sind alle sehr hilfsbereit und freundlich.
Jetzt liegen wir zum Erholen vor Anker bei Talk of the Town, auf 2,5 Meter Wassertiefe, vor dem Strand mit ein paar Beachclubs. Es erinnert mich ein bisschen an die Côte d’Azur von früher: schöne Clubs und lauter Leute, die das Wasser genießen – von offenen Jollen bis zu riesigen Angel- und Speedbooten. Anbei ein Foto von Marwin von der Werft, der uns hier wieder vor Anker liegen sah.

Übrigens ist natürlich auch schon wieder was kaputt, das gehört wohl irgendwie dazu. Der Hoyt-Fockbaum will nicht mehr runter, Probleme mit der Hydraulik. Zum Glück kennt die SY Baradal, unser deutscher Nachbar (rechts neben uns auf dem Foto oben), wieder jemanden, der hier eine Fabrik hat und viel mit Hydraulik macht, und die kommen gleich vorbei, um zu schauen, woran es ihrer Meinung nach liegt.
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