Umzugsmitteilung

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Wir wollten euch kurz Bescheid geben, dass wir umgezogen sind. Seit heute wohnen wir nicht mehr in Baie Mahault, sondern in der Marina Bas-du-Fort in Point-à-Pitre. Das ist die Hauptstadt von Guadeloupe, benannt nach einem holländischen Peter.

Nachdem wir bei der Direction de la Mer um Erlaubnis gebeten hatten, sind wir heute über die Ostseite der Insel gesegelt. Die ersten Stunden hart am Wind brauchten wir beide, um wieder reinzukommen, wir waren ganz schön aus der Übung.

Um uns schon mal einen Vorsprung zu verschaffen, sind wir gestern, am 2. Mai, bereits aus der Bucht ausgelaufen. Erst natürlich das Boot aufräumen: Sonnensegel weg, Hängematte weg, Beiboot wieder hinten drauf, alle losen Teile drinnen wieder an ihren Platz, alle Schränke zu. Seeklar sozusagen.

Dann Anker auf. Was wir schon ein bisschen befürchtet hatten: Die ersten 10 Meter waren voller Seepocken und fadenartiger Pflänzchen. Nachdem Kees das meiste abgeschrubbt hatte, legte ich den Vorwärtsgang ein und los. Sollte man meinen. Das Boot bewegte sich keinen Zentimeter. Also den Anker wieder runter und nach dem Propeller schauen. Dafür musste Kees ein Stück unters Boot tauchen, aber das ist kein Vergnügen, denn das Unterwasserschiff ist komplett mit Seepocken bedeckt, und die sind so scharf, dass sie dich komplett aufschürfen.

Also hat Kees seine Tauchausrüstung geholt und zuerst die Seepocken am Heck abgekratzt, um sich so einen Weg zum Propeller zu bahnen. Der war komplett zugewachsen mit Seepocken, Pflanzen und anderen orangefarbenen Schleimviechern. Er drehte sich zwar noch, aber die Form war futsch, also kein Grip mehr im Wasser. Zum Vergleich: Das ist, als würdest du mit der Rückseite eines Löffels schneiden statt mit einem Messer.

Aus dem Propeller

Nachdem der Propeller einigermaßen sauber war, konnten wir los. Es ging voran, aber der restliche Bewuchs bremst uns ganz ordentlich.

Am Ausgang der Bucht sind wir bei Port Louis vor Anker gegangen, von wo wir heute früh wieder aufgebrochen sind.

Jetzt liegen wir also in einem Hafen. Überall Leute um uns herum, aber das hatten wir auch mal wieder nötig. Spielende Kinder auf dem Steg. Und als besonderes Schmankerl: eine Pizzeria zum Mitnehmen!!!!! Muss ich noch mehr sagen?

Kaum hatte ich das hier gepostet, da legten Punkt 20:00 Uhr alle Hupen und Tröten im Hafen los. Wir vermuten, als Dank an das ganze Pflegepersonal. Eine schöne Geste.

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