Lanzarote - ?

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Früh aufstehen, denn wir müssen noch so einiges erledigen, bevor wir mit der Überfahrt zu den Kapverden loslegen. Bei der Windvorhersage könnten wir dafür gut und gerne sieben Tage brauchen. Noch schnell mit den Kids telefonieren. Während ich Ella am Telefon habe, klingelt Kees’ Handy: Vetus Niederlande. Diesmal jemand, der tatsächlich zu wissen scheint, wie der Hase läuft. Das Ersatzteil für das Bugstrahlruder liegt in Las Palmas bereit, und die Werft hat gesagt: „Sollen sie ruhig kommen.“ Wir packen schnell zusammen. Noch eben die Dieseltanks auffüllen, und dann kann es losgehen.

Am Steg an der Dieselzapfsäule herrscht etwas Hektik, viel Ablenkung, schnell, schnell, denn wir wollen jetzt endlich mal los…..der falsche Tank. Aus Versehen landen 2 Liter Diesel in einem der Wassertanks. Noch eine Baustelle mehr, die kann aber auch in Las Palmas erledigt werden.

Um 12 Uhr werfen wir die Leinen los und segeln bei herrlichem Wind mit gesetztem Code Zero Richtung Las Palmas. Gegen 18:30 Uhr, als es dunkel wird, sehen wir in der Ferne ein paar Schauer hängen. Wir bergen den Code Zero und schaffen es, allen Schauern bis auf einen auszuweichen.

Kees kocht leckere Wurst mit Erbsen, und wir können in die Nacht starten. Um 20:15 Uhr verschwinden Kees und Andre in ihrer Kajüte. Wir rechnen damit, gegen 03:00 Uhr in Las Palmas anzukommen, und dann sind die beiden hoffentlich einigermaßen fit.

Wir sind zu diesem Zeitpunkt etwa 40 Meilen vor Las Palmas, und nachdem die Schauer abgezogen sind, ist die Insel auch deutlich zu sehen: eine große Lichtglocke am Horizont. Man meint fast, die einzelnen Lichter schon zählen zu können. Ein traumhafter Anblick, und ich gehe meine Wache bis Mitternacht im Cockpit, Musik auf den Kopfhörern, angenehme Temperatur. In den Wellen, die das Boot macht, sind außerdem Tausende kleine Lichtpünktchen zu sehen, Glühwürmchen, nur eben im Wasser. Wunderschön. Aussicht auf 40 Meilen:

Während ich diese Aussicht genieße, sehe ich plötzlich ein paar Lichter sehr schnell auf mich zukommen. Ich schaue auf den Plotter, und tatsächlich ist da ein Schiff ganz in der Nähe. Ich sehe mir die Details an: Es kommt uns in 1:40 Minuten bis auf etwa 400 Meter nahe. Hoppla. Es ist die Fähre, und ich gehe mal davon aus, dass die uns sehen, aber sicherheitshalber rufe ich Kees. Bis er oben ist, ist die Fähre schon vorbei.

Als wir uns Las Palmas nähern, fragt Kees, ob ich dabei sein möchte, also komme ich wieder aus meiner Kajüte. Was für Lichter! Das erste Foto zeigt den Blick auf den Hafen, und das zweite ist speziell für meine Freunde Robert und Rein: die vielen Bohrinseln, die hier vor der Küste zur Wartung liegen.

Im Hafen von Las Palmas ist es sehr ruhig, daher klappt das Anlegen am Liegeplatz beim Kran problemlos.

Um 7:30 Uhr (was für Spanier früh ist, glaub mir) werden wir von Betrieb an der Kranbahn geweckt. Wir können heute aus dem Wasser, wann genau, wissen wir noch nicht, aber wir halten euch auf dem Laufenden!

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