Delfine

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Vor zwei Tagen sind wir von Bayona (ES) nach Porto (P) gesegelt. Gesegelt ist eigentlich zu viel gesagt: Es war stinklangweilig, wir haben die ganze Strecke unter Motor zurückgelegt, im Nebel oder zumindest ohne einen Hauch Wind, allenfalls mal 4–5 Knoten. Frage: Wo bleibt der berüchtigte Portugiesische Norder, wenn man ihn mal braucht? Antwort: Der kommt pünktlich, wenn du gerade in der Marina anlegen willst, und zwar Wind gegen Strom!

Wie auch immer, unterwegs hatten wir wieder eine Begegnung mit Delfinen. Ich glaube, es war das siebte oder achte Mal auf diesem Törn, aber diesmal bei ruhigem Wetter, also habe ich mich getraut, unsere Insta360x-Kamera in ihrem Tauchgehäuse an den langen Selfiestick zu hängen. Die gute Nachricht: Die Kamera funktioniert prima, und das Gehäuse ist wasserdicht. Die schlechte Nachricht: Der Stick ist für diesen Zweck viel zu labberig. Wir müssen uns also eine Art Kamerastange bauen, die wir an einen richtigen Bootshaken kleben, damit wir die Kamera noch näher an die Delfine heranbringen können. Für einen ersten Versuch trotzdem gar nicht schlecht, finde ich!

Hier ist das YouTube-Video:

https://youtu.be/UauXXLAceTc

Ich finde, so sieht man viel besser, wie schön diese Tiere sind und warum Blauwassersegler sie so lieben. Offenbar weiß man bis heute nicht, warum sie so gern direkt vor dem Bug mitschwimmen. Manchmal haben sie uns stundenlang begleitet! Vielleicht holen sie sich gratis Energie aus der Bugwelle, oder ihnen gefällt einfach unser Tempo. Ich habe allerdings den Eindruck, dass sie länger bei uns bleiben, seit wir von rotem auf schwarzes Antifouling umgestiegen sind. Das hatte praktische Gründe, aber auch, weil ich gehört hatte, dass Wale auf rote Farbe aggressiv reagieren können. Mehr Delfine, und das auch noch länger, ist da ein netter Nebeneffekt!

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